Zwei Worte

Kommunikationszeitalter und Dienstleistungsgesellschaft.
Abgesehen von der Unbill die viele Vorgänge in der Welt dem denkenden Menschen derzeit bereiten, hat man ja auch Hobbies um sich abzulenken und ein wenig Freude zu empfinden. Ich will wieder Musik machen. Meine hochtrabenden Pläne, Cello spielen zu lernen, habe ich mittlerweile doch wieder auf Violine eingedampft, aus finanziellen wie transporttechnischen Gründen. So twitterte ich neulich dies

Da ich von meinen spärlichen 156 Followern bislang noch keinen astreinen Ton zu hören bekam, machte ich mich aber doch vorsichtshalber selbst auf die Suche. Im Internet wird man ja schnell fündig, da preisen die Leute sich ja sozusagen um die Wette an. Drei Kandidaten kamen wegen ihrer Nähe in die engere Wahl, alle haben schöne Webauftritte, nehmen angeblich gerne auch ältere Schüler, alle haben Kontaktmöglichkeiten angegeben.

Bei der einzigen Dame klingelt das Telefon ins Leere, keine Möglichkeit eine Nachricht zu hinterlassn, Rückruf kam auch keiner. Kontaktaufnahme per E-Mail an zwei Adressen (die auf der Seite steht ist nicht identisch mit der, an die gesendet wird) bislang auch erfolglos.

Ein anderer hat nur ein Kontaktformular auf seiner Seite, auch hierauf keine Antwort.

Der am weitesten entfernte und ziemlich humorlose dritte Kandidat meldete sich nach einigen Tagen, wir konnten sogar vor Ferienbeginn eine Probestunde einschieben. Auch er antwortet auf Mails mit einigen Tagen Verzögerung, ich sagte ihm er solle mir doch gleich den Vertrag zum Abschluß als pdf zusenden (große Auswahl scheine ich ja nicht zu haben, und fähig scheint er durchaus). Wieder bis jetzt nichts gehört.

Ich frage mich, wie das mit den obigen Schlagworten zusammenpassen soll.

Über George

Bild: "Selbstbildnis mit iPad und brennender Nase" im futuristisch retro-kubistischen Knorpelstil. Über mich erzählen könnte ich einiges, aber das würde nur alle verprellen...
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11 Antworten zu Zwei Worte

  1. George schreibt:

    Herr O., lesen Sie hier mit? Das ging aber gerade flott mit dem Vertrag…
    (gerade machte es doch tatsächlich BING! und die E-Mail war da😯 )

  2. Frau Flinkwert schreibt:

    Nun, wo der Vertrag da ist, muss auch alles andere stimmen. Hattest du die Probestunde denn schon?

    • George schreibt:

      Jaja, die Probestunde war schon. Und das war wirklich unglaublich gestern, zwei Minuten nach diesem Eintrag kam die Mail mit dem Vertrag an. Da fällt mir ein, ich sollte ja üben… unglaublich, wie verknöchert man im Alter wird. Noch unglublicher, man spielt 30 Jahre nicht mehr, und schwupps! ist alles weg:mrgreen:

  3. warringtonkater schreibt:

    Na bitte hat sich doch alles wunderbar aufgelöst😀
    Tja und was die Geschmeidigkeit der Finger angeht: Du bist einfach aus der Übung so nach 30 Jahren Abstinenz.
    Jeden Tag 6 Stündchen an den Saiten und das wird schon wieder.
    Und leg Dir was unters zarte Kinn!😆

    • George schreibt:

      Mit jeden Tag 6 Stunden Üben bin ich zuerst meinen Job los, und in einem Jahr in der Carnegie Hall🙂 Hmmm… Wäre vielleicht sogar eine Überlegung wert…

  4. Lakritze schreibt:

    Hm, eine neugierige Frage: dreißig Jahre die Geige nicht angerührt? Wie lange hast Du denn gespielt –? Ich frage eigennützig: ich will wissen, ob es noch Hoffnung gibt für mich und mein Instrument&nbsp:…

    • George schreibt:

      Na ja, in der Schule, so bis ich 20 war, dann verlief sich das irgendwie. Tat mir zwischendurch auch immer wieder leid, und jetzt wo zwei Freunde in meinem Alter anfangen Klavier zu spielen (einer hat etwa meine Vorgeschichte, der andere ist völliger Neuling), hab ich gesagt ich packe es nochmal an.
      Der Geigenlehrer war angetan, anfangs klappte gar nichts, am Ende der Stunde haben wir schon ein Duett gespielt. Am Montag gehts dann richtig los. Er meinte auch, es sei „nie zu spät“, und wenn du auch schon al gespielt hast, dann möchte ich dich hiermit ausdrücklich ermutigen. Geh einfach mal zu einer Probestunde, die meisten Lehrer machen das unverbindlich und kostenlos. Und: eigentlich wollte ich ja jetzt Cello spielen, aber habe gesehen, daß mein Lehrer auch Bratsche unterrichtet. Da werde ich jetzt drauf „umsatteln“, weil mir der dunklere Klang sehr gefällt. Er meinte auch Cello wäre nicht so gut gewesen, weil das spieltechnisch doch völlig anders ist. Also jetzt Bratsche… und wegen dem Geigenlehrer mach ich eh nochmal nen Eintrag, ich hab jetzt nen ganz anderen🙄

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